Roland Koch legt seine politischen Ämter nieder

Aufatmen für alle Mamis und Papis, für alle Studis und solche, die es noch werden wollen. Roland Koch, hessischer Ministerpräsident , tritt von seinem Amt zurück.
All diejenigen, die in der Landtagswahl 2008 noch auf ihn gesetzt hatten, können jetzt beruhigt wieder aufatmen, denn er hat ja seinen Rücktritt angekündigt. Obwohl noch kein Nachfolger für Koch bestimmt wurde, wird er es um einiges leichter haben, solange er nicht am Kurs von Koch festhält!


Koch wurde immer wieder vorgeworfen zur rechten Seite zu tendieren. Das seit 2004 geltende Kopftuch-Verbot für Beamte hätte man noch verharmlosen können. Aber dass er den tragischen Fall des Dominik Brunners und dessen Medienwirbel nutzt um seinen Wahlkampf(2008) anzuheuern ging ein wenig zu weit: „Wer sich als Ausländer nicht an unsere Regeln hält, ist hier fehl am Platz“. Natürlich traf er bei vielen Wählern damit ins schwarze, aber mal ehrlich, was hat sich seitdem hier geändert??


Auch dass er die Namen seiner Konkurrenten als Parole mit ausländischer Konnotation nutzte wurde ihm später, zu recht, übel genommen. Die ganze Wahlkampfhetze hatte sich negativ auf das gesamte Ergebnis der CDU ausgewirkt, die dadurch 12 Prozentpunkte an Wählerstimmen verlor.

Angefangen mit Studiengebühren von 500- 1500€ pro Semester(2003), anschließend die Einführung des G8(2005), und schließlich die Einführung des Zentralabiturs in Hessen(2007). Bis auf die Einführung des Zentralabiturs kann ich zu keinem anderen Punkt von Kochs Bildungspolitik etwas Gutes sagen. Dank dem Zentralabitur durfte ich 2009 meine Matheprüfung wegen ein Fehlers in der Aufgabenstellung erneut schreiben, obwohl der Fehler in unserer Schule schon recht zu Beginn festgestellt und geändert wurde. Das achtjährige Abitur ist eines der schlimmsten Experimente, die man Kindern antun kann. Schlimmer als Dutzende sinnlose Rechtschreibreformen ist das Verplanen der Kindheit. Die armen 7.-Klässler bei und müssen öfters mal bis um 16:00Uhr in der Schule bleiben, bei uns begann das in der 8. Klasse mit höchstens einmal die Woche Nachmittagsunterricht. Zwar war die Einführung nicht alleine Kochs Idee, aber Bildungspolitik ist immer noch Ländersache. Zu den Studiengebühren kann ich nur eins sagen: DANKE! Aber nicht an Koch, dass er sie eingeführt hat, nicht an den hessischen Staatsgerichtshof, der die Einführung als Verfassungskonform sah...nein...nur danke an die Stimmen von SPD, Grüne und den Linken, die dieses furchtbare Gesetz wieder abgeschafft haben.

Obwohl, eigentlich ist ein Danke an Koch angebracht: Danke, Herr ehemaliger Ministerpräsident, dass Sie durch ihre gnadenlose Überzeugung zum Sparen ausgerechnet die Punkte in der Öffentlichkeit nannten, die dank großer Kritik nun ihren Hintern aus dem Kabinett hebeln und danke, dass wir ihr Gesicht nun nicht mehr so oft sehen müssen!
DANKE

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Autor: Madly
25.05.2010 um 11:25

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